Sommer ’10 in Kolding

Sommerlager Im Houens Odde Spejdercenter Kolding

Nach dem Start zu einer sehr unchristlichen Zeit am Essener Hbf und so manchen Problemen mit der deutschen Bahn erreichen wir schließlich Mit zwei Stunden Verspätung Kolding. Obwohl noch ein Lagerfeuer entfacht wurde, fand man binnen kürzester Zeit alle Teilnehmer völlig KO in ihren Schlafsäcken vor.

Nachdem die ersten Tage ein eher relaxter Programmablauf geplant war, fand am 3. Tag das Rover-Spiel statt. Unsere Rover hatten im Vorfeld die Aufgabe bekommen einen ganzen Tag Programm zu gestalten. Die Realisierung hatte sich die Campleitung aber wohl anders vorgestellt. Da ein Tag bekanntlich 24 Stunden hat, hielten die Rover alle Leiter und Teilnehmer volle 24 Stunden auf Trapp. Auf ein nächtliches Geländespiel folgte die morgendliche Badegymnastik, damit auch ja keiner einschläft. Abends dauerte es keine 5 Minuten und das ganze Lager wurde flächendeckend von tiefem Schnarchen beschallt, obwohl bereits mittags die ersten im Stehen eingeschlafen waren.

Während des Lagers wurde auch die nächstgelegene Stadt Kolding besucht. Einen besonderen Spaß hatten die Kinder an den Eisdielen der Bezirksstadt und die Rover und Leiter an der Garderobe des Mittelalters, die bei der Burgführung zum Anprobieren einlud. Auf dem Rückweg waren alle Taschen gefühlte 20 kg schwerer, denn im Supermarkt waren Chips und Cola im Angebot…

Die Süßigkeiten sollten aber noch lange überleben, denn am Abend wurde mit dem ganzen Stamm gegrillt, sodass sowohl der kleinste Juffi als auch der größte Leiter pappensatt wurden. Beim abendlichen „Schlag die Rover“ zeigten diese mal wieder was sie alles draufhaben und so war der Sieg für niemanden eine große Überraschung.

Am nächsten Tag folgte dann der traditionelle Hike. Während die Juffis und Pfadis sich voller Energie auf den Weg machten, blieben die Rover im Lager und machten das, was Rover halt so machen: Ausschlafen, Chillen, Entspannen und abends natürlich Grillen. Damit die Damen bei der Essensplanung auch berücksichtigt wurden, gab es nach dem Grillen in Stamm-Luxus-Manier Schokoladenfondue vom Lagerfeuer.

Aber auch für die Juffis und die Pfadis waren die Hike-Tage eine willkommene Abwechslung. Auch wenn zunächst die Sonne erbarmungslos auf sie hinabschien, konnten die Leiter die Temperaturen durch ein Eis erträglicher gestalten. Die Abende haben beide Gruppen entweder auf Lichtungen im Wald oder, was für die Pfadis bisher einzigartig war, am dänischen Strand gezeltet. Als die Gruppen wieder am Spejdercenter ankamen wurden sie von den Rovern herzlichst empfangen. Nach einer ausgiebigen Stärkung an dem von den Rovern errichteten kalten Buffet, wurden die Rucksäcke wieder ausgepackt und der restliche Tag am Strand verbracht.

Frisch geduscht begab sich früh morgens die Frühstückscrew in Richtung Küchenzelt. Unweit vom Küchenzelt standen unter unserem Bannermast zwei unbekannte Gestalten. Niederländer wie sich herausstellte. Da sie über Nacht nicht schlafen wollten, fiel ihnen nichts Besseres ein, als unsere Deutschlandfahne vom Bannermast zu stibitzen, eine niederländische Fahne zu hissen und unsere schwarz-rot-goldenen Farben auf ein vor uns in der Bucht liegendes Floß zu bringen. Ohne zu zögern stiegen unsere beiden Seebären Josh und Domme in die kalten Fluten und eroberten unsere Fahne zurück. Für den restlichen Tag standen Spiele wie 3D – Tik Tak Toe auf dem Programm.

Zum Ende des Lagers hin fuhr der gesamte Stamm nach Kolding, um den Tag in einem Spaßbad zu verbringen. Ausgestattet mit Rutsche, Whirlpool, einer riesigen Kletterinsel und Dampfsauna war für jede Stufe etwas dabei. Ausgetobt und aufgeweicht vom Wasser konnten noch einmal das restliche Geld in der Innenstadt Koldings ausgegeben werden, bevor es mit dem Bus wieder zurück zum Zeltplatz ging.

Am vorletzten Tag des Lagers wurden die Rover von den anderen verabschiedet, da sie sich nun selber auf den Hike begeben. Das Ziel ist kein anderes als Kopenhagen. Während die Rover die Strapazen des Weges zur dänischen Hauptstadt auf sich nehmen, wird in Kolding das Lager komplett abgebaut, da es am nächsten Tag wieder mit der Bahn zurück nach Deutschland gehen soll.

Am Abreisetag wurde das Frühstück mit einem großen Kuchen begonnen, denn Lena hatte Geburtstag. Für den Rückweg zum Koldinger Bahnhof wurde genug Zeit eingeplant, sodass alle trotz mehrerer Pausen ganz entspannt in den Zug steigen konnten, der sie Richtung Heimat brachte.

Während die anderen bereits auf dem Rückweg nach Deutschland waren, kamen die Rover abends in Kopenhagen an. Da es in der Großstadt schlecht mit Zeltmöglichkeiten aussieht, wurde die Nacht in einer zentral gelegenen Jugendherberge verbracht. Am nächsten Tag wurde die Stadt erkundigt und das Hard-Rock-Café besucht. Am Rathausplatz mussten alle Rover zugeben, dass das Dänische Eis viel besser als das in Deutschland schmeckt, weshalb sich auch jeder einen großen Eisbecher gegönnt hat. Abends holten wir dann unsere Sachen aus der Jugendherberge um uns auf den Weg zum Kopenhagener Flughafen zu machen, um stilvoll wieder ins Ruhrgebiet zu fliegen. Die 60 Minuten Flugzeit kamen einem irgendwie kürzer als die Hinfahrt mit der Deutschen Bahn und der üblichen Verspätung vor 😉