Sommer ’06 in Großzerlang

Die Mecklenburgische Seenplatte – Ein Erlebnis auf vielen Ebenen 😉

Alles begann bereits in der Nacht, bevor die Vortour mit unserem Bulli losfahren wollte… Gegen 3 Uhr nachts hörte Tobias A. ein lautes Geräusch vor seiner Haustür. Dort stand der bereits einen Tag zuvor gepackte, heile Bulli- doch, nachdem Tobias aufgesprungen war, erschrak er…
Jemand hatte die rechte Beifahrerscheibe eingeschlagen, um einzubrechen!
In einer Nacht- und Nebelaktion organisierte der damalige Stammesvorstand irgendwo am frühen Morgen eine Ersatzscheibe, sodass der Trupp dennoch ins Lager vorfahren konnte. Zumindest standen die Zelte, als der Rest der Pfadis und Rover per Zug- eher gesagt die Mädels plus ihrer Leiterin und ihrer zwei Kleinkindern. Nach 9 Stunden Zugfahrt- gefühlten 12 Stunden- und 2mal Umsteigen kamen wir am wunderschönen, grün über grün bewachsenen Platz mit vielen Mücken^^ an.
Wir hatten tolle Toilettenhäuser, einen eigenen „Privatstrand“ mit eigenem Anlegesteg hinter einer der vielen Weiden und großen Wiesen und ein kleiner Kiosk war auch am Platz! Aber neben dem Bauholz, welches wir uns ausleihen konnten, gab es Kanus! Diese hatten wir für einen unvergesslichen Hike über die Seenplatte ins Auge gefasst…
Es wurde demnach gechilled, sich gesonnt, wir schwammen, kämpften mit heftigen Mückenattacken und einer Stichflamme in der Feuerschale, nachdem ein gewisser Leiter meinte, mit Benzin könne man das Feuer schneller zum Brennen bringen. Ein paar Badehandtücher, welcher zuvor noch unschuldig zum Trocknen an der Wäscheleine hingen, mussten an diesem Tage ihr Leben lassen.
Nach dem aufregenden, zum Teil auch von Zickenterror und schlechter Laune geprägten Kanuhike, auf dem die Gruppe damals einige Erfahrungen mit sich selbst und intensiven Gesprächen gemacht hatte, gab es das Bergfest mit tollem Grillabend aller Rochus!

Nach knapp einer Woche machten wir uns alle auf nach BERLIN!!!!!!!
Der Platz dort war sehr umschreibend für die Stadt, in der wir nun viele Dinge sehen sollten… Auf jeden Fall war er nicht ganz so toll und komfortabel, wie erhofft, aber da wir von morgens bis abends- die letzte Bahn Richtung Zeltplatz ging um 23 Uhr- unterwegs waren, konnten wir es noch ertragen. Wir haben den Bundestag von innen gesehen, waren natürlich Shoppen, alle zusammen am letzten Abend Essen und hatten gefühlt jede/r nach dem Berlinbesuch eine bis zwei Schuhnummern größer 🙂
Die Mädels sind Stammesnamen gemäß (als „Stamm Luxus“ im Bezirk bekannt) mit dem Flugzeug aus Berlin Tegel nach Düsseldorf zurückgeflogen. Die Herren aber sind, bei ungefähr 40 Grad im Bulli und keiner vorhandenen Klimaanlage, einen Umweg nach Mekkes und ins Outlet gefahren.

Der Zeltplatz in Großzerlang, welches übrigens weniger Einwohner hat als Kleinzerlang, hat uns so sehr gefallen, sodass unser Stamm 2 Jahre später mit ca. zwei mal so vielen Teilnehmern erneut den Zeltplatz besuchten.

Aber dies ist eine ganz andere Geschichte…

von: Gabriela- M. Hachmann