Bezirkssommerlager 2014

„Total vernetzt“ ging es 2014 mit allen Stämmen des Bezirkes Gelsenkirchen, darunter ca. 30 Rochen, gemeinsam ins Sommerlager zum internationalen Pfadfinderplatz im Brexbachtal nahe Koblenz.

Organisiert wurde fast jede obligatorische Fassette eines traumhaft gelungenen Sommerlagers vom Bezirksvorstand und seinen fleißigen freiwilligen Helfern; so zogen tatsächlich 14 Tage lang 7 Stämme sowie das „Staff-Dorf“ an einem Strang.

Schon beim Auftaktspiel wurde klar: dieses Jahr bewegen wir uns unter dem Motto „Total vernetzt“ in der Welt des Internets. Auf einem riesigen Notebook, welches die zwei Wochen über durchgängig als Lagerbühne und gemeinsamer Treffpunkt diente, begrüßten Nerd und Fuchs die ca. 200 Teilnehmer am Anreisetag. Die beiden erzählten durchaus aufgeregt, dass sie ganz viele Pixel benötigen, um einen Ladebalken aufbauen zu können, der dem Nerd endlich seinen ersehnten Level gegen den Endgegner ermöglichen würde. Von nun an war angesagt: Pixel sammeln, Pixel sammeln und noch einmal Pixel sammeln…

Dazu gab es bereits am ersten Tag im angekündigten Chaos-Spiel reichliche Gelegenheiten. Wölflinge bis Rover mussten auf dem Platz versteckte Codes finden und mit diesen an Stationen Aufgaben freischalten und lösen – ein erstes großes Erfolgsspiel für Rochus Spiecker! So konnte es für die Rochen gerne weitergehen.

Doch zunächst gönnten sich die vier Stufen einen eigenen Stufentag, an dem sich die Wölflinge als unsere allzeit beliebten Minions unter Beweis stellen mussten, die Juffis gemeinsam mit dem Kniffler einen „Andersrumtag“ durchlebt haben und beispielsweise der Lagerfeuerabend um zehn Uhr morgens beendet war, die Pfadis im drei Kilometer entfernten Freibad chillten und die Rover ein neu kreiertes Spiel gespielt haben sowie bis tief in die Nacht zusammen feierten.

Die nächsten Tage ging es eher ruhiger zu. Die Stämme hatten ordentlich Zeit für sich und ihr eigenes Lagerprogramm und so fand man die Rochen tagsüber im super Freibad wieder und Großgruppenspiele wie Bannerklau oder Ultimate Frisbee zocken. Mit unserer Themenjurte Angry-Birds und der in damit Verbindung stehenden Schleuder sorgten wir für großes Aufsehen und Spaß für Jedermann: wer kann schon von sich behaupten, die berühmten grünen Schweine bereits in Real-Life gejagt zu haben? Beim „Chefkoch.de“-Duell hatten alle Stämme die Möglichkeit, ein typische Lageressen der Nachbarn kennenzulernen und so versammelten sich alle gemeinsam am Notebook zum Abendessen, wobei mal hier mal dort probiert werden konnte – lecker war`s! Die Rochen überzeugten mit dem Klassiker „Reis mit Scheiß“ und sahnten erneut Pixel ab.

Und dann ging es bereits in die Hikephase. Am frühen Morgen nach der Hikeaussendung machten sich alle Juffis ins SofA auf – der Sommer für Abenteurer stand an. Im Bundeszentrum der DPSG Westernohe erlebten die Gelsenkirchener Juffis zusammen mit Mitstreitern aus ganz Deutschland fünf ereignisreiche Tage mit dem Kobold. Die Wölflinge machten sich ein paar schöne Tage und wanderten in Richtung Mosel und die Pfadis schlossen sich mit den Pfadis von Elisabeth von Thüringen zusammen, um viele Kilometer zurückzulegen und am letzten Abend in Koblenz beim Stadtfest „Rhein in Flammen“ bei Live-Musik und Feuerwerk dabei zu sein. Unsere beiden Rover legten auf dem Fahrrad in vermeintlicher Rekordzeit die gut 200 Kilometer nach Trier zurück und kamen mithilfe des Zuges bereits zwei Tage vor Ende der Hikephase wieder am Platz an, sodass auch sie bei „Rhein in Flammen“ dabei sein konnten.

Zur zweiten Woche wurde es eindeutig nasser im Brexbachtal. Wolkenbrüche am Sonntag bescherten vielen Teilnehmern nasse Klamotten, einschließlich Schlafsack und Isomatte… So wurde nach dem Hike unsere Jurte zur Trockenkabine umgebaut und improvisiert. Letztendlich musste in keiner Nacht jemand in nassen Sachen nächtigen und frieren – optimal! Leider gehörten jedoch in den folgenden Tagen Starkregen und Matsche (sehr viel Matsche!) zum Lagerleben dazu wie Nerd und Fuchs… aber dadurch ließ sich niemand die Laune vermiesen: „Schlechtes Wetter, gute Laune, kein Problem!“

Nach der Lagermesse am Montag gab es einiges in unserem Lager zu tun. Aus- bzw. umpacken, Sachen trocknen und aufräumen stand auf dem Programm. Doch das ging schnell vorbei und so sammelten schon bald wieder alle zusammen viele viele Pixel bei tollen Aktionen. Sogar eines Nachts war niemand zu bremsen, als das Notebook von schlimmen Viren heimgesucht wurde – im Nu waren diese leuchtenden Biester entdeckt und eliminiert. So langsam nahm der ersehnte Level des Nerds Form an!

Die letzten Pixel sackten dann alle zusammen beim finalen Campfire-Abend ein, an dem Teilnehmer vor versammelter Truppe ihre Sketche und künstlerische Fähigkeiten zur Schau stellten und dafür mit Pixeln belohnt wurden. Hier und da verschlug es dem Publikum die Sprache – grandiose Gesangstalente ließen sich im Bezirk entdecken! Dann war es endlich soweit, der Ladebalken war voll und der Nerd konnte gegen seinen Endgegner antreten und siegte mithilfe der Kinder souverän!

Doch eine Frage schwirrte noch umher: Welcher Stamm hatte eigentlich im Laufe der zwei Wochen die meißten Pixel gesammelt? – Eigentlich eine blöde Frage: Wenn nicht Rochus Spiecker, wer denn bitte sonst?! 😉 … Wieder einmal hatten es die Rochen geschafft und heimsten den Gesamtsieg ein! Juhuuu!

Mit vielen nassen Zelten und einem ordentlichen vermatschten Chaos im Gepäck kamen dann alle etwa zeitgleich am Freitagnachmittag wieder in Gelsenkirchen an. Ein mehr als gelungenes Bezirkssommerlager war vorbei… Rochus Spiecker bedankt sich bei allen Teilnehmern und beim Bezirk und bei den anderen Stämmen für diese grandiosen zwei Wochen, ihr wart super!

Schon jetzt können wir es kaum abwarten, nächstes Jahr (dann aber wieder unter uns) mit euch ins Pfingstlager fahren zu dürfen.

… Eine Sache gibt es noch zu erwähnen: Wer wissen möchte, wie die Rochen nun zur „Elli“ aus Hessler stehen, der fragt am besten mal bei einem der 30 Mitfahrer nach. 😉

© Bezirk Gelsenkrichen